Fauna

Die Tiere des Torfmoores

Moorfrosch

Der Moorfrosch meidet die sehr sauren Gewässer der Hochmoore. Sein Lebensraum sind die feuchten Randbereiche des Moores, wo er auf große ungestörte Flächen angewiesen ist, um ausreichend Nahrung zu finden.

Wie alle Frösche nimmt auch der Moorfrosch Sauerstoff über die Lungen und über die Haut auf. Aus diesem Grund darf seine Haut nicht austrocknen. Dies wird durch eine Vielzahl von Schleimdrüsen gewährleistet. Der abgesonderte Schleim enthält verschiedene Giftstoffe, die es Pilzen und Mikroorganismen unmöglich machen auf dem feuchten Froschkörper zu siedeln und diesen so zu schädigen.

Rein äußerlich ist der Moorfrosch leicht mit dem Grasfrosch zu verwechseln. Beide sind rötlichbraun und unregelmäßig gefleckt und gehören zu den Braunfröschen. Doch im Vergleich läuft die Schnauze des Moorfrosches spitzer zu und er besitzt einen auffälligen dunklen Augenfleck. Während der Paarungszeit färben sich die Männchen auffällig blau.

 

Vögel

Bekassine
Die Bekassine ist ein sehr langschnäbeliger Schnepfenvogel. Für die Bekassine sind das Große Torfmoor und Oppenweher Moor die wichtigsten Rückzugsgebiete in NRW. Bekannt ist die Bekassine auch unter dem Namen Meckervogel oder Himmelsziege, da die Männchen in der Balzzeit, im Sturzflug, mit abgespreizten Schwanzfedern ein wummerndes Geräusch erzeugen, dass ein wenig an das Meckern einer Ziege erinnert.
Die Bekassine war Vogel des Jahres 2013.

Großer Brachvogel
Wie sein Name vermuten lässt, handelt es sich um die größte Brachvogelart. Auffällig für den graubraun gefleckten Vogel ist sein langer, gebogener Schnabel. Diesen nutzt er, um Nahrung vom Boden, aus Erdlöchern und Flachwasser zu entnehmen oder im weichen Substrat aufzuspüren.

Kiebitz
Der ist ein auffälliger, taubengroßer Vogel mit breiten paddelförmigen Flügeln und einer Federtolle auf dem Kopf. Sein Ruf ist ein glockenhelles Kieh-wit.

Weißstorch
Auch für den Weißstorch ist das Naturschutzgebiet um das Große Torfmoor ein willkommes Rückzugsgebiet.

Kranich
Der Kranich ist ein imposanter Vogel mit einer Flügelspannweite von 220 – 245 cm. Der Ruf des Kranichs trompetenartig und weit hörbar. Im Großen Torfmoor brüten 2-3 Paare.                                                                                                                                                                         

Steinkauz
Diese kleinste heimische Eulenart nutzt die Baumhöhlen in alten Bäumen, wie zum Beispiel Kopfweiden, zum brüten.

Gänse
Im Großen Torfmoor leben viele verschiedene Gänse. So finden sich unter anderem Graugänse, Nilgänse und auch Kanadagänse zum Brüten ein. 

Pirol
Der Pirol ist ein sehr scheuer Vogel, der in den Randbereichen des Moores seine Heimat gefunden hat. Die Männchen sind auffällig gelb u. schwarz, während die Weibchen eine unauffälligere gelb-braune Färbung aufweisen. Charakteristisch ist das melodische Pfeifen des Pirols.

Libellen

Bereits zur Zeit der Dinosaurier besiedelten libellenartige Tiere – die Urahnen unserer heutigen Libellen – ­die Erde. Es gibt weltweit ca. 3700 bekannte Arten dieser oft bunt und auffällig gezeichneten Tiere. Davon leben 36 Arten im Großen Torfmoor.

Sie sind die einzigen geflügelten Insekten, die eine direkte Flugmuskulatur besitzen. Bis auf die Prachtlibellen können so auch alle Libellenarten ihre zwei Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen. Ihre Flügel bewegen sie zwar verhältnismäßig langsam, können aber dennoch Geschwindigkeiten von bis zu 15 m in der Sekunde erreichen.

 

Schmetterlinge

Noch übertroffen in ihrer Artenvielfalt werden die Libellen von den Schmetterlingen. Weltweit sind mehr als 150 000 Arten bekannt, wovon immerhin mehr als 3000 in Mitteleuropa vorkommen.

Der Name Schmetterling leitet sich vermutlich von „Schmetten-ling“ ab. „Schmetten“ bedeutet im schlesischen und im österreichischen Dialekt Rahm oder Sahne. Auch das Plattdeutsche „Butterlecker“ und das englische „butterfly“ gehen auf diesen Ursprung zurück.

All diesen Bezeichnungen liegt ein alter Aberglaube zugrunde. Hiernach können sich Hexen in Schmetterlinge verwandeln und in dieser Gestalt Sahne, Milch und Butter stehlen.

 

Moorschnucken

Die Moorschnucken sind relativ kleine und leichte Schafe. Sie gehören zu den Heidschnucken sind allerdings hornlos und haben relativ helle Wolle. Sie sind sehr gut an das Leben im Moor angepasst und eignen sich daher perfekt zur Landschaftspflege. Im Großen Torfmoor sorgen sie dafür, dass die Birken und Heiden kurzgehalten werden und so eine hochmoortypische Landschaft erhalten bleibt.