Daumen hoch für gelungene Ferienaktion!

Daumen hoch für gelungene Ferienaktion: Wildbienennisthilfe

15 junge Naturschützerinnen und Naturschützer haben am 08.4. tatkräftig mit angepackt und die Wildbienennisthilfe im Moorgarten aufgefrischt. Gemeinsam haben wir Hartholz-Stämme angebohrt, um Platz für Niströhren einiger  heimische Wildbienen-Arten, wie die Mauerbiene zu schaffen. Mit Lehm wurden außerdem vorbereitete Schilfhülsen befestigt. Beim Anlegen einer Nisthilfe ist es wichtig, dass die Bohrlöcher oder Schilfhülsen sauber gebohrt, ausreichend lang (10-12 cm) und splitterfrei sind (damit die Bienen ihre Flügel nicht beschädigen). Rund um die Wildbienen haben wir an dem Vormittag einiges gelernt: Dass es ca. 580 unterschiedliche Wildbienen-Arten in Deutschland gibt, die ganz unterschiedlich leben. So leben die allermeisten Wildbienen allein (solitär) und nicht wie Honigbienen in einem großen Staat. Wenige Ausnahmen gibt es bei z.B. bei einigen Hummeln, die kleine Sommervölker bilden und auch zu den Wildbienen gehören. Viele Wildbienen nisten im Boden, was wir am Wildbienen-Hügel im Moorgarten beobachten konnten. Dort bauten einige Sandbienen fleißig Behausungen für ihren Nachwuchs. Angst vor Wildbienen braucht man übrigens nicht zu haben: Ihr Name kling wild, die kleinen Fluginsekten sind aber sehr sanft und verteidigen ihre Brutplätze nicht. Besonders spannend war, dass wir direkt vor Ort eine Wespenbiene beobachten konnten, die sich als Brutparasit die Nistlöcher anderer Wildbienen genau angeschaut hat.

Wildbienen sind unverzichtbare und intensive Blütenbestäuber. Sie ernähren sich von Nektar und Pollen und sorgen ganz nebenbei für die Bestäubung der Blüten. Ein Großteil unserer Lebensmittel ist auf bestäubende Insekten angewiesen. Der Schutz von Wildbienen trägt zur Artenvielfalt bei und ist nachhaltiges Mitwirken an einer besseren Zukunft. Wenn wir die Vielfalt der Wildbienen langfristig erhalten wollen, geht das nur über den Erhalt ihrer Lebensräume. Dazu gehört auch ein Angebot ihrer Futterpflanzen, denn die beste Nisthilfe der Welt bringt nichts, wenn die Wildbiene in der Nähe kein Futter und kein Baumaterial findet.

Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen wussten über die Wildbienen und ihr Leben schon gut Bescheid und haben zum Abschluss noch selbstgebaute Seedballs mit heimischen Blumensamen mit nach Hause genommen. Das Moorhus-Team hat sich über die tatkräftige Unterstützung gefreut und hofft, dass es allen viel Spaß gemacht hat!

Zum Weiterlesen und Selbstmachen:

So kann eine Wildbienennisthilfe gelingen.
Nisthilfen: häufige Fehler vermeiden. 
Wie mache ich meinen Garten bienenfreundlich.